Dass die Virtuosität des Teufels sei, ist zwar ein Vorurteil. In der Schweiz, wo sich seit je alle verdächtig machen, die ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, sondern ins Fenster, ist es besonders schwer auszurotten. Die Beargwöhnung des Virtuosen ist aber noch mehr: fast schon ein kulturgeschichtliches Leitmotiv. Eine Kunst, die auf eine wie immer geartete Wahrheit zielt, verachtet die Abschweifung, das Ornament, das Zitat – den Stoff eben des Virtuosen.
Virtuosität ist flirrende Oberfläche, also Lüge; Beredtsamkeit lenkt vom «Eigentlichen» ab. Und eine christlich-hochmittelalterlich-protestantische Tradition wirkt auch noch fort bis in das, was man den namentlich schweizer ...