Jeden Morgen kann ich mir – neben den gemeinsamen Zeiten des Gebets – Zeit für die Meditation nehmen. Normalerweise ist ein Evangeliumstext Gegenstand meiner Meditation. In den vergangenen Tagen war es der Essay «Das christliche Kulturloch» von Beda M. Stadler (Weltwoche Nr. 48/10). Dazu hat mich der heilige Benedikt ermuntert. Wenn ein Gast eine Kritik anbringe oder auf etwas aufmerksam mache, so solle der Abt klug überlegen, ob der Herr ihn nicht gerade deswegen schicke. Allerdings ist sich Benedikt auch bewusst, dass eine in Liebe vorgetragene Kritik beim Empfänger bessere Chancen hat.
Benedikt hat sein Leitbild für Mönche vor 1500 Jahren geschrieben. Er will Menschen helfen, ...