In der Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums kommen zwei Gestalten vor, die aus historischen Quellen bekannt sind: der römische Kaiser Augustus und der Statthalter Quirinius. Augustus hatte nach der Ermordung seines Adoptivvaters Cäsar und einem Bürgerkrieg die Alleinherrschaft an sich gerissen. Er war weniger genial als Cäsar, aber politisch klüger. Er machte den Aristokraten Komplimente und fütterte die Proletarier mit höheren Brotrationen. Rom wurde zur sozialstaatlichen Versorgungs- und Vergnügungsanstalt, und die Proletarier liessen sich für ihre politische Entmündigung mit Alterspensionen und Pfründen abspeisen.
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