Alles ist vollkommen: Der Regen, er strömt; das Zimmer, es ist kalt; das Bier, es ist warm; die Strasse, sie ist leer. Und der Mann mit dem Bier, der im Regen aus dem Fenster blickt, ist zufrieden. Um den Mund von Jon Fosse spielt ein Lächeln, als er – ohne Worte die Journalistin in dem Lokal begrüsst, in dem auch die Bedienung so wortkarg ist wie gepökelter Lachs. Bergen, seine Heimatstadt, präsentiert sich ganz so wie in seinen Büchern oder Theaterstücken: der Norweger reserviert, die norwegische Metropole grosszügig . . . mit Regen.
Auch Jon Fosse spricht üblicherweise nicht. Nicht öffentlich und schon gar nicht mit Journalisten. Er ist ein Schweiger, ein Zweifelgeist, ein H ...