Die Säulen der EU brechen ein. Es begann mit dem Euro, der zum Brandbeschleuniger der Schuldenkrise wurde. Dank der Einheitswährung konnten sich unsolid geführte Staaten immer wieder neues Kapital auf Pump beschaffen. Mittlerweile setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine politisch gewollte Einheitswährung nicht funktioniert, wenn sie über allzu verschiedene Volkswirtschaften gestülpt wird. Die Schuldenstaaten schlucken bittere Medizin, um sich gewaltsam auf ein höheres ökonomisches Niveau zu drücken. Ob es klappt, ist offen.
Nach dem Euro scheitert zweitens Schengen/Dublin. Die beiden Abkommen stehen im Geist der Grenzöffnung und sind ein Produkt der neunziger Jahre. Damals wollt ...