Erstaunlich: Obwohl doch Alexander ÂPereira nicht mehr da war, ging am 23. September im Opernhaus Zürich der ÂVorhang hoch. Nicht nur das. Die erste Premiere unter der Direktion von Andreas Homoki wurde zu einem Triumph. Die Inszenierung von Leos Janáceks «Jenufa» zeigte, wie unzutreffend die Unterscheidung von «modern» oder «konservativ» auf der Opernbühne ist. Pereira-Treue, die ob der von Homoki verpflichteten «modernen» Regisseure Zeter und Mordio schrien, werden gestaunt, vielleicht gar mit dem Gros der Premierenbesucher mitgejubelt haben. Es konnte spielend eingeÂlöst werden, was der Neue aus Berlin versprochen hatte: «Jenufa» wurde kein kostümiertes Konzert für ...