Die noch heute geltenden Regeln des diplomatischen Verkehrs und der Achtung der Rechte souveräner Staaten haben sich im 18. Jahrhundert rund um die jahrzehntelangen Verhandlungen entwickelt, die den Dreissigjährigen Krieg beendeten und 1648 zum Frieden von Münster und Osnabrück führten.
Es ging darum, durch die Formen des Protokolls und des diplomatischen Austausches Empfindlichkeiten zu schonen, Prestigekämpfe zu vermeiden und sicherzustellen, dass niemand, auch nicht der Kleine und Schwache, unnötig beleidigt wurde und so sein Gesicht verlor. Das verhinderte nicht, dass es immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen mit erneuten Regelbrüchen gab. Aber die stabilen Fr ...