2009 war ein klassisches Spreu-und-Weizen-Jahr. Wie immer, wenn die Zeiten schwer und die Anforderungen gross sind. Dann trennt sich der Versager vom Tüchtigen, der Blender vom Chrampfer, die Spreu vom Weizen. Wie immer? Nicht, wenn das Schweizer Fernsehen zur jährlichen Gala «Swiss Award» lädt.
In fünf Kategorien (Politik, Wirtschaft, Kultur, Show, Gesellschaft) wurden die «herausragenden Persönlichkeiten» des vergangenen Jahres ausgezeichnet. So jedenfalls lautet die Selbstdeklaration der Sendung. Dabei geht das Auswahlverfahren vor sich, als hätte ein kommunistisches Zentralkomitee Regie geführt: Eine sich selbst konstituierende Jury, zur Hälfte aus Leuten des Ringier-Verlag ...