Auf der offiziellen Homepage des Schweizer Parlaments lässt SP-Nationalrat Andreas Gross sich in einer selbstverfassten Würdigung als «Parlamentarier mit der höchsten Präsenz im Ratssaal» feiern. Diese Fleissleistung hat Gross allerdings nicht in Bern vollbracht, sondern in Strassburg, wo der Europarat tagt – und dies «in der dritten aufeinander folgenden Session», wie der politische Weltenbummler sich rühmt. Die europäische Goldmedaille hat allerdings eine schweizerische Kehrseite: Von den 23 Sitzungen des Nationalrats in diesem Jahr hat Gross deren neun, also mehr als jede dritte, geschwänzt. Während der viertägigen Sondersession Ende April war der Sozialdemokrat, der dem St ...