In der Debatte um die deutschen Professoren in der Schweiz (Weltwoche Nr. 1/10) scheinen die Fronten klar zu sein: hier die SVP, die in einer polemischen Kampagne «deutschen Filz» wittert, dort die Gilde der Akademiker, die der Volkspartei «Rassismus» vorwirft und für sich in Anspruch nimmt, Werte wie Internationalität und Offenheit zu verkörpern.
Die Frage ist nur, ob diese eindeutigen Unterscheidungen zutreffen. Sind die selbsternannten Kosmopoliten tatsächlich so weltläufig? Wie steht es um die internationale Reputation der Schweizer Historiker, Germanisten und Sozialwissenschaftler?
Im Gegensatz zu den harten Wissenschaften, zur Ökonomie und zu vielen Bereichen der ETH, wo P ...