Kenner der Materie wissen, dass die detailversessene Deskription der primären Geschlechtsorgane keineswegs jenen Effekt erzielt, den Pennäler erleben, kriegen sie im zarten Alter ihrer Latenz zum ersten Mal ein Schmuddelheftli in die Finger. Zwar nennt der Marquis de Sade, Grossepiker unter den Pornografen, die männlichen Zeugungsorgane prosaisch «Werkzeuge», mal auch «Rute», verzichtet aber wohlweislich auf die minutiöse Schilderung derselben. Wer aber wie der deutsche Autor Ernst Augustin sich anschickt, den Genitalien den begrifflichen Weichzeichner auszutreiben, um sie – Haar um Haar, Schrunde um Schrunde – mikroskopisch zu exponieren, muss damit rechnen, dass seine Enthüllu ...