Gerhard Oberkofler (geb. 1941) ist eine auffällige Figur im universitären Leben Österreichs. Der Wissenschaftshistoriker hat sich nie gescheut, seine streng marxistische Überzeugung öffentlich zu bekennen, obgleich sie in seinem Umfeld alles andere als mehrheitsfähig war und ist. Denn Oberkofler wirkte als Wissenschaftler und Politiker (heute noch als Publizist) ausgerechnet im konservativ imprägnierten Milieu der Universität Innsbruck und des Landes Tirol. Während neunzehn Jahren leitete er das Innsbrucker Universitätsarchiv. Als Parteigänger und angesehener Wissenschaftler zugleich ist er der Figur nicht unähnlich, der er seine neueste Publikation widmet: dem marxistischen Sc ...