Er gehört schon so lange zum Kern der Musiker, die das Münchner Label ECM des Produzenten Manfred Eicher ausmachen (gute fünfzig Jahre, als «Sideman» ebenso wie als Leader eigener Produktionen), dass manche in ihm die Verkörperung dessen sehen mögen, was als ECM-Sound bewundert und bemäkelt wird. Nichts wäre verfehlter. Zum Beispiel was das Konstrukt eines ECM-Sounds überhaupt angeht, mit dem so etwas wie ein technisch anspruchsvoll inszenierter Neoromantizismus oder Neoimpressionismus mit minimalistischen Tendenzen diffamiert wird, dem sich die einzelnen Musiker bedingungslos zu unterwerfen hätten: eine Art klassisch inspirierter Kolo ...