Zwei Länder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die Schweiz und die Türkei. Das eine Land eingekeilt im Alpenkamm. Das andere erstreckt sich tief ins Morgenland. Doch uns verbindet weit mehr, als man denkt. So stand die Schweiz Pate, als die moderne Türkei nach dem Ersten Weltkrieg aus der Taufe gehoben wurde. So eng sind die Bande, dass die Türkei das Schweizer Zivilgesetzbuch übernahm und damit ihre Gesellschaft revolutionierte. Hundert Jahre währt diese Freundschaft jetzt schon. Die Weltwoche nimmt das Jubiläum zum Anlass für eine Ode und widmet der Türkei einen Schwerpunkt in diesem Heft. Wir setzen uns an den «Tisch von Lausanne», an dem die Türkei geboren wurde. Wir würdigen die türkischen Frauen, denen der Staatsgründer Atatürk eine besondere Rolle zugedacht hat. Symbol der modernen Türkin ist seine Adoptivtochter Sabiha Gökcen, die erste Kampfpilotin der Geschichte. Wir treffen ihre Nachfolgerin auf der Luftwaffenbasis Izmir. Bei einem Besuch in ihrem TV-Studio schildert die CNN-Moderatorin Hande Firat, wie sie das Land vor einem Putsch gerettet hat. Schliesslich beschäftigen wir uns mit dem Mann, der schon so lange an der Macht ist, dass viele ihn einen Sultan nennen. Innenpolitisch immer wieder unter Druck, behauptet sich Recep Tayyip Erdogan und hievt die Türkei in die Riege der Grossmächte. Er hat sein Land unverzichtbar gemacht – als Vermittler zwischen Kriegsparteien. «Wir können viel von den Türken lernen», resümiert Jean-Daniel Ruch, der ehemalige Schweizer Botschafter in Ankara. Seiten 50–72
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Der Vorgang ist bemerkenswert: Die Mehrheit der zuständigen Nationalratskommission fordert den Bundesrat auf, ein neues Abkommen mit der EU zu verhandeln – für eine militärische Zusammenarbeit. Der Vorstoss stammt von linksaussen: von SP-Nationalrat Fabian Molina. Dieser forderte noch vor kurzem die Abschaffung der Armee, laut Molina eine Brutstätte «toxischer Männlichkeit». Nun ist der Armee-Abschaffer zum Wegweiser und Taktgeber in der Verteidigungspolitik geworden. Mit Erfolg: Die Vertreter von Mitte und FDP folgten ihm. Wie ist ihm dieses Kunststück gelungen? Was steckt dahinter? zur Story
Donald Trump und Wladimir Putin haben am Montag zwei Stunden telefoniert, um ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges zu besprechen. Viele westliche Medien kritisieren den amerikanischen Präsidenten im Anschluss. Er fahre gegenüber Russland eine zu weiche Linie. Der französische Historiker und Bestsellerautor Emmanuel Todd beurteilt die Lage anders. Russland habe den Krieg längst gewonnen, die USA und ihre europäischen Partner hätten kaum noch Spielraum, sagt er im Gespräch mit Jürg Altwegg. Es ist das zweite Interview, das unser Frankreich-Korrespondent seit Beginn des Ukraine-Kriegs mit Todd führte. Sie kennen sich seit vierzig Jahren. Nach dem Gegenlesen der Druckfassung schickte Todd eine Textnachricht: «Atemberaubendes Gespräch. Merci! Ich fühle mich befreit.» zur Story
Michel Péclard ist in Zürich bekannt wie ein bunter Hund. Wer mit ihm unterwegs ist, muss damit rechnen, ständig angehalten und angesprochen zu werden. Hinter der Fassade des Unternehmers, der achtzehn Gastronomiebetriebe in der Region Zürich führt, verbirgt sich ein differenzierter Mensch, der sein Geschäft ständig weiterentwickelt. Dazu gehört, dass seine Angestellten zufrieden sind und ihre Bedürfnisse und individuellen Besonderheiten berücksichtigt werden. So feierte der 56-Jährige zum Beispiel das Ende des Fastenmonats Ramadan, um seinen muslimischen Mitarbeitern eine Freude zu bereiten. zur Story
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