Quasi-Retro zum Zweiten. Kings of Leon sind eine der Neorockbands, und wie bei den Besten aus dieser Liga kommt ihr zweites Album verhaltener, dafür reicher und glühender daher. Die vier Followills aus dem US-Süden – drei Söhne eines Predigers, dazu ein Cousin – spielen einen ländlich trägen, bluesgetränkten Rock ’n’ Roll, gegossen in superbe Songs, die sich entspannte Einstiege leisten, um dann in der zweiten oder dritten Strophe aufzubrausen und entweder wütend und destruktiv zu enden oder wieder die versöhnliche Kurve zu kriegen. Sänger Caleb Followills heisere, vom steten Absturz bedrohte Shouterstimme führt souverän durch ein aufwühlendes, warmes Album. Live in Zür ...