Stechaugen, abstehende Ohren und vor allem spindeldürre Händchen – das ist der Steckbrief eines Fingertiers. Der Geselle ist ein Primat wie wir Menschen auch, aber lediglich von der Grösse einer Katze. Überdies zeichnet er sich durch eine ungewöhnliche Eigenschaft aus: Sein überlanger Mittelfinger dient ihm zum Nasenbohren, wie Anne-Claire Fabre, Kuratorin am Berner Naturhistorischen Museum, in spektakulären Videoaufnahmen anschaulich belegt: «Meine Kollegen kannten zwar dieses Verhalten, fanden es aber nur abstossend, ohne es zu analysieren», sagt sie dazu. Die Fingertiere leben in den Regenwäldern von Madagaskar und heissen bei den Einheimischen Aye-Aye.
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