Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt. Nirgends ist Marketing so heikel wie beim Wein. Als Teil einer anspruchsvollen Lebensausstattung erträgt er nun mal kein Marktgeschrei. Natürlich verkauft sich auch ein Château Margaux, die Marke aller Marken, nicht ganz von selbst. Aber sie tut wenigstens so. Ein Marketingdirektor, dem es einfiele, sie durch die Affiche «Grosser Wein» zu ersetzen (als Markenname, wohlverstanden), wäre gleichentags gefeuert.
Dass dieser Österreicher vom südburgenländischen Eisenberg (der jüngsten und kleinsten DAC Österreichs) «Groszer Wein» heisst, ist nicht die einzige Irritation. Ganz zur altertümlichen Schreibweise passend, ist das Design de ...