Günter Tembrock wurde 1918 in Berlin geboren. Seit 1937 ist er an der heutigen Humboldt-Universität, zuerst als Student, später als Professor. Nach dem Krieg baute er das Institut für Zoologie auf und wurde zum Pionier der Tierstimmenforschung
Big Dolittle
Das Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität Berlin ist in einem jämmerlichen Zustand: Die Toiletten stinken wie an einem ukrainischen Provinzbahnhof, und der Ostflügel des Gebäudes ist eine einzige Backsteinruine. Die Zerstörungen stammen hauptsächlich von den amerikanischen Luftangriffen auf Berlin am 3. Februar 1945.
Günter Tembrock befand sich damals im Schutzraum im Keller und übte stumm Arien aus seinem «Rigoletto»-Klavierauszug, den er in jenen Tagen immer mit sich trug, während oben eine Luftmine die Käfersammlung zerstörte. Und noch heute kann man die Reste der Pappverkleidungen sehen, die Tembrock vor den Luftangriffen an den Fenstern des Saales ang ...
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