Am 4. Juni, drei Tage bevor der Bundesrat über das weitere Vorgehen beim institutionellen Rahmenabkommen (InstA) entschied, flog Bundeskanzler Walter Thurnherr (CVP) im Bundesratsjet nach Brüssel – zu einem geheimen Treffen mit dem Generalsekretär der EU, Martin Selmayr. Der 48-jährige Deutsche ist die rechte Hand von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der mächtigste Strippenzieher in Brüssel. Er hatte Thurnherr am 29. Mai eine Einladung geschickt – wenige Tage nachdem er in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen verbal auf seine Verhandlungspartner eingedroschen hatte: Mit dem Ende der gegenwärtigen EU-Kommission w ...