Es war die gesellschaftliche Sensation, eine People-Story mit perfektem Boulevard-Einschlag, als sich Ende 1901 der österreichische Hofoperndirektor Gustav Mahler und die umschwärmteste Schönheit Wiens, Alma Schindler, ineinander verliebten. Er war 41, sie war 22.
Er befand sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als Dirigent wie als Komponist. Sie war die verwöhnte Tochter des renommierten Malers Emil Schindler (der früh starb; auch ihr Stiefvater Carl Moll gehörte zur malerischen Prominenz im Umkreis der Secessionisten).
Alles begann im Salon der Berta Zuckerkandl, einem begehrten Treffpunkt der künstlerischen Gesellschaft, und war möglicherweise eine schlau eingefädelte Intrige ...