Die Situation wirkt wie ein abgestandenes Filmsetting in verblasstem Technicolor. Ein Tisch ist mit den Spuren eines derben Gelages übersät, Kerzen flackern, und das Wachs tropft dick und zäh auf das dunkelrote Tischtuch. Irgendwie erinnert die Szenerie an die Schlusssequenz des Filmepos «Iwan der Schreckliche» von Sergei Eisenstein.
«Anti Pure» – so nennt der Kurator Gianni Jetzer die aktuelle Ausstellung in der Kunsthalle St. Gallen – will mehr als einen blossen Kunsttrend hin zum Barocken und Überladenen markieren. Die Schau, die vier aktuelle Positionen vereint, versteht er als ein Statement für das Unreine, Undurchschaubare, Mysteriöse. Als Gegenpol zu, wie er schreibt, « ...