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Literatur

Gut zureden

Er ist die Vorzeigefigur der helvetischen Literaturszene, obschon fast niemand sein schmales Werk gelesen hat. In diesen Tagen wird Peter Bichsel achtzig. Was sind seine Verdienste?
Peter Bichsel ist eine wandelnde Legende. Wer würde ihn auf den unzähligen Medienbildern nicht sofort wiedererkennen mit der typischen 68er Brille, dem inzwischen schlohweiss gewordenen verwuschelten Haar, dem Ledergilet und der Schiebermütze, mit der er sich symbolkräftig irgendwo zwischen Gatsby und sizilianischem Bauer positioniert? Wen würde seine sinnende, infolge der berühmten Lust am Rotwein leicht verlangsamte Mimik beim Reden überraschen? Wer hat nicht den Bichsel-Sound im Ohr – diese im Solothurner Dialekt in die willig entgegengestreckten Mikrofone gestammelten Instant-Urteile zur Lage der Na­tion? Sie werden von Journalisten jeder Couleur immer dann gierig eingefordert, ...
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