Wodurch unterscheidet sich ein Wein von einem Bier oder einer Dose Red Bull? Er schmeckt jedes Mal anders. Er ist im Glücksfall ein Genuss, allemal aber eine Herausforderung: Dem, der ihn trinkt, muss dazu etwas einfallen. Ein Wein ist zu analysieren und zu beschreiben. Letztendlich aber ist er so gut, so eigenwillig, spleenig oder feierlich wie sein Trinker. Der liest ins Glas hinein, was er aus ihm heraustrinkt. Aus den moosigen Tiefen, den animalischen Noten, den dunklen Waldbeeren (und was der anderen Behelfsassonanzen mehr sind) tönt’s heraus, wie er zuvor, souffliert von Autoritäten wie Michael Broadbent, Hugh Johnson oder René Gabriel, hineingerufen hat.
Vor allem ist kein Jahr ...