Verlässt man sich allein auf deutsche Medien, ist der dritte Kernreaktor im französischen Flamanville, der über die Festtage ans Netz gegangen ist, eine monumentale Fehlinvestition. Statt der einst geplanten fünf dauerte der Bau siebzehn Jahre, statt der geplanten 3,6 Milliarden kostete er 13,2 Milliarden Euro. Eine ähnliche Erfahrung machte man im finnischen Olkiluoto, wo ein baugleicher Europäischer Druckwasserreaktor (EPR) vor einem Jahr nach ähnlichen Budgetüberschreitungen ans Netz gegangen ist. Ganz zu schweigen vom britischen Hinkley Point C, wo sich der Bau zweier EPR-Reaktoren in die Unendlichkeit zu verzögern scheint.
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