Es gibt Meldungen, die muten geradezu surreal an. Zum Beispiel die: «Irakische Todesrate auf Rekordtief». Unter dieser Schlagzeile meldete Associated Press vergangenen Freitag: keine selbstgebauten Sprengsätze, keine Attentate, keine Schiesserei. Bis am Abend zählte die Nachrichtenagentur, die seit Kriegsbeginn eine eigene Opferstatistik führt, im ganzen Land sechs Tote. Gemessen an der irakischen Gesamtbevölkerung, sind das weniger, als in Washington, D.C., oder Chicago pro Nacht ermordet werden.
Der «Friedliche Freitag» ist der Höhepunkt eines bemerkenswerten Trends. Seit die USA vor gut vier Monaten ihre Truppen um 30000 Mann aufgestockt haben (surge), ist die Opferzahl frappant ...