Rodungen, Verkümmerungen oder Brände konnten dem schönen Wald seine Märchenaura nicht nehmen. Tief unten, im Fundus der kollektiven Fantasie, schlummert er noch immer als Topos des Unheimlichen; imprägniert durch Märchen, Sagen und Aberglauben. Das Kino mit seiner Helldunkelmagie hält das Bild am Leben. In Transsylvanien («Dracula») oder den verlorenen Provinzen der USA («The Texas Chainsaw Massacre») herrscht höchstens über den Wipfeln Ruh, darunter aber wuchert statt Waldromantik der Horror; statt Naturschwärmerei gibt es Angst und Schrecken.
1971 verfilmte John Boorman den Roman «Deliverance» von James Dickey, der von ein paar Städtern erzählt, die sich in die Waldesruh ...