Nirgends auf der Welt sind die Gymnasien so unterschiedlich strukturiert wie in der Schweiz. Praktisch jede Schule besitzt einen eigenen Lehrplan mit individuellem Stundenplan und besonderen Arten der Benotung und Selektion. Es gibt Klassen für künstlerisch oder sportlich begabte Ju-gendliche, ein Zürcher Gymnasium hat eine «Akzentklasse» Ethik und Wirtschaft eingeführt, eine andere Schule erprobt als Teil der Ausbildung ein Selbstlernsemester. Ständig werden Profile überarbeitet, Prozesse angepasst und Neuerungen initiiert. Der Selbstfindungsprozess der Schweizer Gymnasien ist grösser als derjenige seiner pubertierenden Schüler.
Das pädagogische Potpourri stützt sich auf den Leh ...