Gyula Horn (1932–2013) – Eigenhändig durchschnitt er den Stacheldraht, der den Osten Europas vom Westen getrennt hatte. Die Sowjetunion, die damals Tausende von Truppen in Ungarn stationiert hatte, liess die Provokation unbeantwortet und gab damit indirekt den Niedergang ihres Imperiums zu. Gyula Horn, ungarischer Aussenminister, wurde zum Symbol für den Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs. Er wolle eine «irreversible Situation» schaffen, sagte Horn an jenem 27. Juni 1989 und lud Dutzende von Fotografen ein, die den Moment festhalten und in die grosse Welt tragen sollten. In den folgenden Monaten benützten Tausende von DDR-Bürgern das Loch im Zaun, um nach Österreich oder in ...