Die optimistische Deutung lautet: Es spielt keine Rolle. Es ist alles halb so wild. Die Zusammensetzung des Bundesrats ist für die Schweiz nicht matchentscheidend. Das Wohl des Landes hängt nicht davon ab, wie in Bern die Regierung besetzt wird. Man wird sich durchwursteln, arrangieren, am Ende ergeben sich Kompromisse, die Sieger von heute sind die Verlierer von morgen und umgekehrt. Alles gleicht sich aus, tendiert und neutralisiert sich zur Mitte. Regt euch ab. Die Schweiz ist ein Korallenriff der Stabilität.
So sehen es die Gewinner der letzten Bundesratswahlen. So reden sich die Sieger den Umstand schön, dass am Mittwoch letzter Woche eigentlich ein erstaunlich unschweizerische ...