Tony Blair, der Vielgeschmähte. Filme wie «The Queen» oder «The Ghost Writer» stellen ihn als schamlosen Opportunisten oder gar als teuflischen Zyniker dar. Er ist der Mann mit dem maskenhaften Lächeln, den eiskalten Augen, das Chamäleon, der Kriegstreiber, Bushs Pudel, der Verräter an der Arbeiterschaft, ein als Sozialdemokrat verkleideter Reaktionär. Seine letzte Woche erschienenen Memoiren «A Journey», deutsch «Mein Weg», sind meist gnadenlos verrissen worden. Ein Müsterchen: «Wenn man mit Mr Blair auf diese Reise geht, ist dies wie ein Ausflug zu seinem monolithischen Ego, mit einem ins Mikrofon schwadronierenden kriecherischen Tourführer.» Oder aus dem Observer: «Die M ...