Er hatte keine Gestalt und keine Pracht, dass wir ihn angesehen hätten, und sein Aussehen war nicht so, dass er uns gefallen hätte (Jesaja 53, 2). – Die Wortkombination «schön und gut» – kalós kagathos – war für die griechische Kultur von hohem Rang. In der Bibel dagegen ist die Bedeutung dieser Begriffe gering. Zwar werden ein Land, Kleider, Tiere, Frauen und Männer schön genannt. Aber das Mass aller Dinge ist der Wille Gottes. Jesaja setzt zur griechischen Weltsicht einen deutlichen Kontrapunkt: Der leidende Gottesknecht ist unschön. Nicht zu reden von der hässlichen Kreuzigung Christi. Dennoch wurde in der frühen Kirche die Vorstellung von der überragenden Schö ...