Die Faszination, die Zentralbanker auf die Medien und das Publikum ausüben, ist nicht neu. Als Alan Greenspan noch als Chef der US-Notenbank «wütete», versuchten die Journalisten, aus der Breite der Aktentasche des «Maestros» die mögliche Ausrichtung der US-Geldpolitik abzuleiten. Beim inzwischen verstorbenen Wim Duisenberg erinnere ich mich an die imposante wuschelige Mähne wie auch an seine vielen rhetorischen Ausrutscher. «Wim redet, verkauft den Euro!», war damals der Schlachtruf der Währungshändler.
Heute sind die Persönlichkeiten ein wenig farbloser (zumindest empfinde ich sie so), aber seit der Finanzkrise 2007/08 sind sie noch wichtiger geworden. Man kann sogar behaupte ...