Gibt es noch Leute, die am Kiosk Geld für Pornoheftli ausgeben? Für das, was im damaligen Westdeutschland spöttisch Bückware genannt wurde? Sexmagazine durften lange nicht ausgestellt werden, weswegen sich der Kioskverkäufer immer unter den Ladentisch bücken musste. Wer alt genug ist, erinnert sich, wie in den sechziger und siebziger Jahren Männer, in deren Wohnung man eine Ausgabe des Playboy erspähte, zur allgemeinen Erheiterung immer behaupteten, sie kauften das Heft nur wegen der tollen politischen Artikel. Damals hatte der Playboy allein in den USA eine Auflage von weit über fünf Millionen. Rund fünfzig Jahre später sind es noch 800 000. Und wahrscheinlich stimmt heut ...