Sie spielt nicht, Gott bewahre, sie «erarbeitet sich die Rolle». Erst einmal «wird jedes Wort des Textes umgedreht». Dann lässt sie den Text «in ganz vielen verschiedenen Schichten in sich anklingen». Am Ende «entsteht dieses Freigelassene, Strömende», aber es entsteht nur «durch harte Arbeit». Keine kann so schön kitschig über Schauspielkunst salbadern wie Hannelore Elsner. Da sind wir ganz weit weg von der Lässigkeit in Hollywood, da sind wir mitten in Deutschland. Geschätzt wird nur, wer sich abrackert. Und: Die deutsche Romantik ist nicht tot zu kriegen. «Ein sanftes Schwingen von Traurigkeit» spürt die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Antlitz der Elsner. Ja, diese Tr ...