Paolo Chirillo ist ein praktizierender Kardiologe im kalabrischen Dörfchen Motta Santa Lucia (zwanzig Kilometer südlich von Catanzaro), aber sein Herz schlägt auch für den Wein. Und die Mythologie und die Geschichte. Sein Gut, zehn Hektaren auf den Terrassen am Abhang des Flusses Savuto, nannte er «Le Moire», nach den drei Töchtern des Zeus – sozusagen die Nornen oder Parzen in der griechischen Mythologie, die den Lebensfaden jedes Einzelnen spinnen und schicksalhaft abschneiden. Einen seiner Weine, eine eigenwillige Cuvée aus 80 Prozent der autochthonen Sorte Magliocco dolce und 20 Prozent Sangiovese, taufte er «Annibale», nach dem genialen karthagischen Feldherrn, der ...