Er hat den Charakter eines Bauarbeiters. Hans Kollhoff schafft Klarheit. Wenn er plant, wenn er baut, wenn er redet. Der 62-jährige Architekt liebt das Schnörkellose, die klassischen Formen, die ewigen Werte. Seine Sprache hat ihren reinsten Ausdruck im Daimler-Chrysler-Hochhaus am Potsdamer Platz in Berlin gefunden. Hier hat er mit althergebrachten Materialien wie Backstein so wunderbar einfach gebaut, wie man in New York früher zu bauen pflegte. Aber ausgerechnet er, der Bescheidene, der hinter seinen Bauten «verschwinden» will, erregt die Gemüter. Man wittert bei ihm, gerade in Deutschland, einen gefährlichen Hang zum Monumentalen. Diese Angst kennt man in der Schweiz nicht, wo der ...