Ein verdienter Dichter geht auf die achtzig zu. Er hat viele Bücher und noch mehr Reden geschrieben, er hat sich immer «eingemischt» und «engagiert», zu jedem Thema eine Wortmeldung abgegeben und ist keinem Streit aus dem Wege gegangen. Er stand immer auf der Seite der Armen, Gedemütigten und Unterdrückten, gegen die Reichen und die Ausbeuter. So avancierte er zu einer «moralischen Instanz», sein Wort hatte Gewicht, Gerhard Schröder liess sich von ihm beraten, er durfte den Altkanzler auch auf vielen Auslandreisen begleiten – der Prototyp des guten Deutschen, den man überall vorzeigen konnte, weil er auch sein Land mit Kritik nicht verschonte, die intellektuelle Quersumme aus Th ...