Es gibt solche Momente in der Geschichte eines Landes, in denen plötzlich das Signum der Zeit sichtbar wird. Im wörtlichen Sinne: Stunden der Wahrheit. Ein solcher Durchbruch der Erkenntnis zur Realität ereignete sich bei der Rede des Weltwoche-Kolumnisten Harald Martenstein am 13. Februar 2026 im Thalia-Theater in Hamburg. Sie könnte einen ähnlichen Aufklärungseffekt erzielen wie die berühmte Paulskirchenrede des Schriftstellers Martin Walser 1998, als dieser die hohl gewordenen Rituale der zur Routine verkommenen deutschen Vergangenheitsbewältigung entlarvte.
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