Man behält Prominente meist so in Erinnerung, wie sie auf dem Zenit ihrer Berühmtheit aussahen. Bevor der Theatermacher Lukas Leuenberger 1994 Konkurs ging und sich als Verkäufer in der Berner Grossbuchhandlung Stauffacher verdingen musste, war er ein Jahrzehnt lang das Wunderkind der Schweizer Kulturszene. Mit Bundfaltenhose und sauber gebügeltem Hemd wohnt er in unserem Gedächtnis, die schwarzen Haare sind glänzend gegelt, eine einzelne Strähne in die hohe Stirn drapiert; gern stützt der Twen mit den Fingern das Kinn und erscheint kraft der altklugen Geste umso jugendlicher. Einen «kessen Youngster» nannte ihn damals die Weltwoche.
Jetzt ist Lukas Leuenberger zurück, macht erneu ...