Seit vielen Jahren, genau genommen: Jahrzehnten, denke ich darüber nach, was es bedeutet, deutsch zu sein. Ist es wirklich der Drang, «eine Sache um ihrer selbst willen» zu tun, wie es Richard Wagner gemeint hat, ohne sich zu fragen, wie sinnvoll die Sache ist, egal, ob es um die Erfindung des Dieselmotors geht oder um dessen Abschaffung? Ist die Eroberung des Lebensraums im Osten die gleiche Mühe wert wie der Kampf für den Achtstundentag oder das allgemeine Wahlrecht? Ist es der Satz: «Der Weg ist das Ziel», oder die Parole: «Wer A sagt, muss auch B sagen!»? Bin ich inzwischen nicht selber deutscher als deutsch, weil ich mich mit einer Frag ...