Es hätte ein Tag der Freude werden sollen, als Cornelia Bucherer Anfang Juli 2006 am Flughafen Zürich Adel in Empfang nahm. Sie wusste, dass ihr Sohn nicht mehr der zehnjährige Junge war, der neun Jahre zuvor von seinem Vater nach Tunesien verschleppt worden war. Trotzdem erkannte sie ihn nicht auf Anhieb. Der junge Mann, der sie in gebrochenem Deutsch begrüsste und etwas verlegen in die Arme schloss, erschien ihr fremd.
Ähnlich wie Janine Schoch – die Weltwoche berichtete letzte Woche über die Entführung ihrer Söhne Jonas und Elias nach Tunesien – hatte auch Cornelia Bucherer die Katastrophe kommen sehen. Im Juli 1997, drei Jahre nachdem sie sich von ihrem Gatten Saliha Ben Ab ...