Geht’s beim Wein um die sogenannten Autochthonen, betreten wir das Reich des Glaubens. Dass an den Ursprüngen die Quellen reiner fliessen, gehört ebenso zu den abendländischen Mythen wie die Vorstellung, dass die Nabelschnur zu ihnen endgültig durchschnitten sei und die zivilisatorische Verlotterung der Preis sei, den wir für den Sündenfall zu zahlen hätten. Es gibt gute Gründe für ökologische Um- und Rücksicht; aber nicht nur die Zivilisation, auch die Natur ist eine Erfindung des Menschen. So gesehen zucke ich immer etwas zusammen, wenn ich dem «Autochthonen» als Programm begegne.
Natürlich bin auch ich ein Skeptiker des globalen Sorteneinerleis. Und doch weigere ich mich, ...