«Null Komma null Naziwitzakzeptanz» attestiert der amerikanische Student William Moore seinen Heidelberger Kommilitonen. William ist zur Zeit der Wiedervereinigung ins baden-württembergische Vorzeigestädtchen gekommen, weil King Elvis in der Nähe stationiert war und weil er sich für deutsche Geschichte im Allgemeinen und die Nazis im Besonderen interessiert. Nicht dass er sie verehrte – schon die heimattümelnden Burschenschaften in dem traditionsreichen Universitätsort widern ihn an –, nein, «für ihn waren die Nazis und das Nazireich ein interessantes historisches Hobby, ein unerschöpfliches Gesprächsthema». Allerdings findet er unter seinen schwulen Freunden und den Mitstu ...