«Lebe wild und gefährlich!», hiess es einmal. Das ist lange her. Jetzt scheint Amerikas ÂCollege-Jugend das Leben nur noch zahm, Âberechenbar und im Schongang leben zu wollen. Es begann mit sogenannten trigger warnings, einem Etikett, das Büchern aufgeklebt wurde, die unter Umständen Unangenehmes oder Verstörendes für die politisch korrekten Kids enthalten könnten – «Madame Bovary», «Lolita», «The Great Gatsby» oder Ovids «Metamorphosen». Doch das war nur der ÂAnfang. Was sich am letzten Halloween-Fest an der Âfeinen Yale University zutrug, hat die akademische und nichtakademische Welt Âderartig erschüttert, dass die Nachbeben noch heute zu spüren sind.
In gewisser ...