Bei angedrohter Exkommunikation verbot Papst Klemens X. nach dem Tod Giacomo Carissimis 1674 die Veräusserung von dessen Manuskripten. Das spricht für die hohe Wertschätzung, die der Pontifex maximus dem Komponisten entgegenbrachte. Dennoch nützte die kirchliche Drohung wenig – als ein Jahrhundert später der Jesuitenorden aufgelöst wurde, verschwanden die handgeschriebenen Partituren Carissimis und wurden nie mehr gefunden. Heute muss man sich auf Kopien stützen; etliche der Carissimi zugeschriebenen Werke stammen wahrscheinlich gar nicht von ihm.
Giacomo Carissimi, eine gute Generation jünger als Claudio Monteverdi, ist der andere mächtige Pfeiler an der Pforte zur italienischen ...