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Niemand braucht ein Auto wie den Porsche Cayenne Turbo GT. Zum Glück wird es trotzdem gebaut.

Dem Vernehmen nach gehen die Meinungen selbst konzernintern stark auseinander, wenn das Gespräch auf das Thema Cayenne Turbo GT kommt. Auch beim Sportartikelhersteller Porsche gibt es Diskussionen darüber, wie sinnvoll es ist, ein SUV zu bauen, das bis zu 300 km/h schnell werden kann und dabei so sicher und solid auf der Strasse (oder Rennstrecke) liegt wie ein klassischer Sportwagen.

Rossen Gargolov
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Rossen Gargolov

Offensichtlich haben sich die Leute, die das eine gute Idee mit Marktpotenzial fanden, durchgesetzt. Oder, wie man schon nach wenigen Metern in dem stattlichen Fahrzeug mit dem ausladenden Flügelwerk am hinteren Dachende sagen muss: zum Glück. Der Cayenne Turbo GT ist die Verkörperung dieses kleinen Masses an Wahnsinn, das es wohl braucht, um Autos zu bauen, die ein wenig verrückter, eine Spur besser und ein schönes Stück schneller sind als die meisten anderen in denselben Disziplinen.

Selbstverständlich wurde mit dem Turbo GT ein Nordschleifenrekord für SUVs erzielt, das ist bei deutschen Automobilherstellern so etwas wie das Gardemass für sportliche Fahrambitionen. Im gutschweizerischen Autoalltag spielt das eine so unbedeutende Rolle wie ein umfallender Reifenstapel in China. Viel beeindruckender und relevanter ist die Tatsache, dass mit diesem SUV Dinge möglich werden, die ansonsten wesentlich kleineren, leichteren und agileren Fahrzeugen vorbehalten sind. Ich bin ein gutes Stück davon entfernt, ein solches Auto dort zu bewegen, wo der vielzitierte Grenzbereich beginnt. Beim Cayenne Turbo GT liegt der ohnehin so weit von den Fähigkeiten selbst geübter Fahrer entfernt, dass die eigenen Limiten sehr viel früher erreicht werden als diejenige des Porsches.

Worum es letztlich geht: Mit seiner Gewichtsverteilung, der Hinterachslenkung, der Fahrwerkstechnik inklusive Performance-Reifen im 22-Zoll-Format liegt der GT so herausragend satt auf der Strasse, dass Kurven zum heiligen Land werden, das man unbedingt – und immer wieder – erreichen will. Schnell und leichtfüssig durch Biegungen zu fahren, macht einem der Super-SUV so leicht, dass ich bisweilen nicht widerstehen kann, die gleiche Strecke zweimal zurückzulegen; einfach, weil’s so schön war.

Abgesehen davon, ist der Wagen mit Vierliter-V8-Biturbomotor und einer Sprintzeit von 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h ein durchaus praktisches, angenehmes Alltagsfahrzeug. Was die sogenannte Spreizung betrifft, den Spagat zwischen ausgesprochen sportlicher und komfortabler Abstimmung, setzt der GT Standards: Während das Auto auf der Autobahn dank einer Dreikammer-Luftfederung entspannt dahinrollt, ist es, nur einen Dreh am Fahrprogrammregler später, jederzeit bereit, seine – und die eigenen – Möglichkeiten auszureizen.

Porsche Cayenne Turbo GT

Motor/Antrieb: V8-Biturbo, Achtgang-Tiptronic S, aktiver Allradantrieb; Hubraum: 3996 ccm; Leistung: 640 PS (471 kW); max. Drehmoment: 850 Nm/2300–4500 U/min.; Beschleunigung (0–100 km/h): 3,3 sec; Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h; Verbrauch (WLTP): 14,1 l / 100 km; Preis: Fr. 246 900.–, Testauto: Fr. 249 750.–

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