Heiraten, Kinder gebären, haushalten
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Heiraten, Kinder gebären, haushalten

Die Bibel

Heiraten, Kinder gebären, haushalten

Darum will ich, dass die jüngeren (Witwen) heiraten, Kinder gebären, ihren Haushalt führen. (1. Timotheus 5,14) _ Der Verfasser dieses Briefes an den Gemeindeleiter Timotheus ist vermutlich ein Paulus-Schüler. Seine Anweisung findet heute wenig Zustimmung. Längst ist anerkannt, dass Frauen ebenso souverän wie die Männer ihren Lebensweg zwischen Familie und Beruf wählen dürfen. Dagegen renne ich nicht an, will jedoch die biblischen Worte respektvoll abwägen. Die Dreiheit von Heirat, Kindergebären und Hausverwaltung nimmt Bezug auf Aussagen im Alten Testament. Im zweiten Schöpfungsbericht (Genesis 2,4–25) wird die Frau dem – ebenfalls völlig ausgelasteten — Mann zugeordnet, damit er eine Hilfe habe. Von Gleichberechtigung keine Rede.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Sude Keles, left, and her husband Suat Keles pose during a photo session at Galata bridge in Istanbul, Turkey, Thursday, July 31, 2025
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved

Die Ungleichheit zeigt sich bis heute in der katholischen Kirche. Auch in der reformierten Kirche sind Frauen erst seit wenigen Jahrzehnten zum Pfarramt zugelassen. Die Kindererziehung und die Haushaltung erforderten die ganze Energie der Frau, solange es keine fossilen Brennstoffe gab. Immerhin gehörte auch Management dazu: «Will die tüchtige Frau einen Acker, so kauft sie ihn» (Sprüche 31,16). Das Kindergebären mitsamt der Erziehung ist biologisch mit der Frau und damit mit dem Haushalt verknüpft. Es erhebt die Frau zur «Mutter der Lebenden» (Genesis 3,20). Weil der Mensch ein Jahr zu früh geboren wird, setzt sich die enge Beziehung zwischen Mutter und Kind nach der Geburt fort und greift vom Biologischen ins Kulturelle aus. Das sind jedoch keine Argumente gegen die Gleichberechtigung der Frau. Höchstens über den Preis wäre intensiver nachzudenken: Die Völker mit der modernen Gesellschaftsordnung sind wegen der Geburtenzahlen am Schwinden und womöglich am Verschwinden. Der obige Bibeltext müsste wenigstens über dieses Thema eine Debatte anstossen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.