Die Gelegenheiten, bei denen Oliver Lake, der siebzigjährige Altsaxofonist aus St. Louis, auftritt, sind Anlässe der avancierteren Szene improvisierter Musik. Eigentlich war Lake ja nie die ganz richtige Besetzung für die Rolle des Hausheiligen europäischer Free Freaks. Die europäischen Musiker selbst, mit denen der Pionier aus den Zeiten der Black Artists Group (BAG, der St.-Louis-Parallelorganisation der Chicagoer Association for the Advancement of Creative Musicians, AACM) sich gern trifft, passen nicht in eine solche Schublade, jedenfalls nicht mehr im Sinn einer auf Teufel komm raus inszenierten Provokation. Sie – in diesem Fall der Bassist Christian Weber, der Drummer Die ...