Die heitere Geschichte «Seltsamer Spazierritt», die Johann Peter Hebel ins «Schatzkästlein», die Sammlung seiner besten Erzählungen, aufgenommen hat, endet damit, dass Vater und Sohn ihren Esel an einer langen Stange nach Hause tragen. Zuvor hatten vier Besserwisser die beiden zu den widersprüchlichsten Methoden der Fortbewegung gedrängt (Vater soll reiten, Sohn soll reiten, beide sollen reiten, keiner soll reiten), bis sie in ihrer Verwirrung sich nicht mehr anders zu helfen wissen, als das Tier zu schleppen. Die Satire über die Verblödung des Menschen, der seinem inneren Kompass nicht mehr vertraut und sich fremdbestimmen lässt, ist Hebel: präzis, elegant, vergnüglich und eine ...