Höchstpersönlich war Ecuadors Aussenminister Ricardo Patiño letzte Woche nach London gereist, um mit dem prominenten Justizflüchtling Julian Assange zu plaudern und vor Kameras zu posieren. Seit einem Jahr geniesst der von Schweden und den USA zur Verhaftung ausgeschriebene Wikileaks-Gründer in der Botschaft von Ecuador Asyl. Zähneknirschend lassen die Briten, die Assange ausliefern möchten, das durch diplomatische Immunität geschützte Gebäude rund um die Uhr bewachen, was sie bisher über drei Millionen Pfund gekostet haben soll. Mehr können sie nicht tun.
Patiño scheint es nicht eilig zu haben. Assange sei, so liess er verlauten, «bei bester Laune». Ein kurzes Treffen mit sei ...